Dusche & Komfort

Dusche statt Badewanne: So planen Sie den Umbau

Vom bequemen Einstieg bis zum Spritzwasserschutz: die entscheidenden Fragen, bevor eine Badewanne durch eine Dusche ersetzt wird.

NEUEX Redaktion5 Minuten Lesezeit
Walk-in-Dusche mit Holzwaschtisch · Gestaltungsidee, kein Ausführungsnachweis
Walk-in-Dusche mit Holzwaschtisch · Gestaltungsidee, kein Ausführungsnachweis

Die Badewanne wird kaum noch genutzt, der Einstieg ist unbequem und eine grosszügige Dusche wäre im Alltag praktischer. Der Wunsch ist verständlich. Ein guter Umbau beginnt trotzdem nicht mit der Auswahl der Glaswand, sondern mit der Frage, wie sich die neue Dusche in das vorhandene Badezimmer einfügt. Dieser Beitrag zeigt, welche Entscheidungen Sie vorbereiten können und welche Punkte am Objekt geprüft werden müssen.

Erst den Alltag klären, dann die Wanne ersetzen

Überlegen Sie, wer das Badezimmer nutzt und welche Situationen wichtig sind. Wird die Wanne noch regelmässig gebraucht? Sollen Kinder weiterhin baden können? Benötigt jemand Unterstützung beim Duschen? Gibt es ein zweites Bad mit einer Wanne? Aus diesen Antworten entsteht ein nachvollziehbares Ziel statt einer reinen Stilentscheidung.

Notieren Sie auch, was heute stört: der hohe Einstieg, die enge Abtrennung, schlecht erreichbare Armaturen oder die Reinigung. Eine neue Dusche ist dann gut geplant, wenn sie diese konkreten Probleme löst. Eine grosse Glasfläche allein sagt noch wenig darüber aus, wie bequem sich der Raum später benutzen lässt.

Bodengleich ist eine technische Planungsaufgabe

Für einen möglichst niedrigen Einstieg muss die Planung unter anderem den vorhandenen Bodenaufbau, die Entwässerung und den Anschluss an den übrigen Raum prüfen. Lassen Sie deshalb zuerst die Machbarkeit klären, bevor Sie ein bestimmtes Produkt bestellen. Fotos zeigen die sichtbare Situation; die Lage und der Zustand verdeckter Bauteile lassen sich daraus nicht sicher ableiten.

Fragen Sie bei der Besichtigung gezielt: Welche Höhe ist vorhanden? Wo kann das Wasser abgeführt werden? Welche Bauteile müssen geöffnet werden? Welche Auswirkungen hat das auf die angrenzenden Flächen? Lassen Sie die Antworten in die geplante Ausführung aufnehmen. Falls ein völlig schwellenloser Einbau im Bestand nicht sinnvoll möglich ist, sollten die Alternativen und ihre Konsequenzen offen besprochen werden.

Offene Dusche oder geschlossene Abtrennung?

Eine offene Walk-in-Lösung kann den Raum visuell verbinden. Prüfen Sie dabei, wohin Spritzwasser gelangt und ob der Zugang im Verhältnis zur Dusche sinnvoll angeordnet ist. Geberit weist in seinen Planungshinweisen für Walk-in-Duschen ausdrücklich auf die Bedeutung der Abtrennung für den Spritzwasserschutz hin.

Eine Tür kann dagegen helfen, den Duschbereich stärker vom restlichen Bad zu trennen. Dafür braucht sie eine passende Öffnungsbewegung und eine im Alltag gut erreichbare Bedienung. Vergleichen Sie die Varianten im Grundriss: Wo steht man beim Öffnen, wohin legt man das Handtuch und bleibt der Waschplatz zugänglich? Denken Sie dabei an Reinigung und Pflege, nicht nur an die erste Ansicht.

Die Übergänge zum bestehenden Bad bewusst gestalten

Nach dem Ausbau der Wanne werden Bereiche sichtbar, die bisher verdeckt waren. Klären Sie, ob dort vorhandene Platten weitergeführt werden können oder eine neue Materiallösung erforderlich ist. Eine bewusst gestaltete Duschzone kann überzeugend wirken; ein zufälliger Mix aus unpassenden Reststücken meist weniger.

Besprechen Sie die Grenzen der Arbeiten: Bleiben Waschplatz und WC tatsächlich unangetastet? Welche Wand- und Bodenflächen werden erneuert? Wie wird der Übergang im Nassbereich fachgerecht geplant? Lassen Sie sich die Lösung erklären, bevor Sie zwischen Glas, Wandverkleidung und Platten entscheiden. Für die Ausführung sind die passende Systemplanung und die Vorgaben der beteiligten Hersteller massgebend.

Komfort entsteht auch durch kleine Details

  • Positionieren Sie Bedienung und Ablage so, dass sie beim vorgesehenen Gebrauch gut erreichbar sind.
  • Prüfen Sie, wo Handtücher trocken und griffbereit hängen können.
  • Besprechen Sie mögliche Sitz- und Haltemöglichkeiten frühzeitig, falls diese jetzt oder später relevant werden.
  • Lassen Sie die Eignung der Duschoberfläche für die nasse Barfussnutzung nachweisen.
  • Klären Sie, welche Teile zur Reinigung zugänglich und welche Pflegeprodukte zugelassen sind.

Die BFU empfiehlt geprüfte beziehungsweise zertifizierte rutschhemmende Bodenbeläge. Eine bestimmte Optik oder eine raue Haptik ist für sich allein kein Nachweis für die Eignung einer konkreten Oberfläche.

Was in die Offerte gehört

Eine nachvollziehbare Offerte beschreibt die Demontage der Wanne, die notwendigen Anpassungen, die neue Duschlösung und die Wiederherstellung der betroffenen Flächen. Produkte sollten mit Modell und Ausführung bezeichnet sein. Halten Sie ausserdem fest, ob Schutzarbeiten, Entsorgung, Montage, Abschlusskontrollen und Reinigung enthalten sind.

Lassen Sie sich erklären, was bereits geklärt ist und was erst nach dem Öffnen des Bestands beurteilt werden kann. Eine pauschale Aussage wie «Dusche statt Wanne» ist für einen aussagekräftigen Vergleich zu wenig. Auch ein Termin sollte an die tatsächliche Lieferfähigkeit und die erforderlichen Arbeitsschritte geknüpft sein.

So bereiten Sie Ihre Anfrage vor

Fotografieren Sie die Wanne, den gesamten Raum, die angrenzenden Wände und den Zugang. Ergänzen Sie bekannte Masse, das Baujahr und die Information, welche anderen Einrichtungen bestehen bleiben sollen. Beschreiben Sie den gewünschten Einstieg und Ihre wichtigsten Komfortziele. Wenn Sie bereits ein Inspirationsbild haben, hilft dieses beim Gespräch über die Gestaltung.

Über Duschumbau mit NEUEX finden Sie den passenden Leistungsbereich. In der Projektanfrage können Sie den Umbauwunsch schildern. Die technische Lösung wird anschliessend am konkreten Bestand geklärt.

Häufige Fragen

Muss das gesamte Badezimmer erneuert werden?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Eine begrenzte Erneuerung kann möglich sein, wenn die weitergenutzten Bereiche geeignet sind und die notwendigen Übergänge fachgerecht gelöst werden können.

Kann eine offene Dusche in einem kleinen Bad funktionieren?

Entscheidend sind die tatsächliche Aufteilung, der Zugang und der Spritzwasserschutz. Vergleichen Sie deshalb eine offene und eine stärker geschlossene Variante, statt die Entscheidung allein nach der Raumgrösse zu treffen.

Was möchten Sie in Ihrem Bad verändern?

Beschreiben Sie Ihre Ausgangslage und Ihre Wünsche. Gemeinsam klären wir die passenden nächsten Schritte für Ihr Projekt.

Badprojekt anfragen ↗

Weiterlesen

Alle Beiträge ansehen ↗